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Holz-Lehm-Hybridbau für ein klimabewusstes Schulgebäude in Halle

Holz-Lehm-Hybridbau für ein klimabewusstes Schulgebäude in Halle

St. Mauritius-Sekundarschule Halle (Saale)

Schule kann so schön sein. Lichtdurchflutete Räume, warme Oberflächen, gute Akustik – und ein Raumklima, das konzentriertes Lernen unterstützt.

 

In der Murmansker Straße in Halle (Saale) entsteht mit der St. Mauritius-Sekundarschule ein dreigeschossiger Neubau mit rund 3.500 m² Nutzfläche für bis zu 300 Schülerinnen und Schüler – ein Gebäude, das diese Qualitäten von Beginn an baulich mitdenkt und konsequent umsetzt. Gleichzeitig wird der Neubau mit dem Ziel realisiert, möglichst CO₂-neutral errichtet und betrieben zu werden.

 

Bauherr Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg
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Architekturbüro Steinblock Architekten GmbH, Magdeburg (Architekt)
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Architektur & Planung ZRS Ingenieure GmbH, Berlin
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Fotograf ZRS Ingenieure GmbH, Christof Ziegert
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Fotograf GOLEHM LDA Achsen-Anhalt
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Handwerksbetrieb Generalunternehmer / Holzbau Terhalle Holzbau GmbH, Ahaus-Ottenstein
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Handwerksbetrieb Lehmbauarbeiten / Ausfachung Pfennig Bau GmbH & Co. KG, Oschatz
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Die Bauherrin, die Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg, verfolgt dabei einen klar definierten Nachhaltigkeitsansatz: Emissionen aus Bau und Betrieb sollen reduziert, erneuerbare Energien genutzt und Verantwortung für langfristige Ressourcenschonung übernommen werden. Als kirchlicher Schulträger versteht die Stiftung das Gebäude zugleich als sichtbares Zeichen für „Bewahrung der Schöpfung“ – und als Lernort, an dem nachhaltiges Bauen für Schülerinnen und Schüler unmittelbar erfahrbar wird. Weiterhin wurden die Baukosten im Vergleich zu anderen Schulprojekten sogar noch gesenkt.

Das Tragwerk besteht vollständig aus vorgefertigten Holzelementen, die Außenwände sind mit Zellulose gedämmt und erhalten eine Holzfassade. Im Inneren werden vorgefertigte Wandelemente mit Lehmsteinen 2000 in den Formaten 3DF und 2 DF ausgefacht und beidseitig mit Lehm-Unterputz mit Stroh und Lehm-Oberputz fein 06 verputzt. So erhält der leichte Holzbau eine massive, speicherwirksame Ebene im Gebäudeinneren.

Die Lehmbaustoffe übernehmen dabei mehrere Funktionen gleichzeitig. Die Masse der Lehmsteine erhöht die thermische Trägheit der Innenwände und puffert Temperaturspitzen. Die diffusionsoffenen Lehmoberflächen regulieren Feuchteschwankungen im Schulalltag. Gleichzeitig tragen sie zur Verbesserung der Raumakustik bei – ein wesentlicher Aspekt für konzentriertes Lernen.

Die Energieversorgung erfolgt über ein regeneratives Konzept mit Erdwärme und Photovoltaik. Grundsteinlegung war im Mai 2025, das Richtfest fand im November 2025 statt. Ende 2026 soll der Schulbau fertiggestellt sein. Mit seiner klaren Konstruktion und der robusten Materialwahl ist das Gebäude auf eine langfristige Nutzung ausgelegt. Die eingesetzten Baustoffe sind dauerhaft und alltagstauglich, die Oberflächen widerstandsfähig und wartungsarm. Gleichzeitig entsteht eine hohe Aufenthaltsqualität – durch ausgewogene Raumakustik, stabile Innenraumtemperaturen und ein behagliches Raumklima.

 

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