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Kreisarchiv Viersen – ein Neubau im Sinne der zirkulären Wertschöpfung

Kreisarchiv Viersen von außen. Gebäude Kreisarchiv Viersen

Kreisarchiv Viersen – ein Neubau im Sinne der zirkulären Wertschöpfung

Kreisarchiv Viersen – ein Neubau im Sinne der zirkulären Wertschöpfung

In einer Zeit immer knapper werdender Ressourcen und einer sich stark veränderten Umwelt ist es notwendig, neue Wege zu gehen. Der Kreis Viersen hat das bereits 2016 erkannt, verbessert seitdem Prozesse und erarbeitet Konzepte zur Verringerung seines ökologischen Fußabdruckes. Ein Fokusthema: Das Bauwesen der Stadt. Künftig sollen alle Bauvorhaben des Kreises nachhaltig gestaltet werden. Das erste Gebäude, der Neubau des Kreisarchivs Viersen, wurde 2022 fertiggestellt. Für die Entstehung des Kreisarchivs arbeitete der Kreis Viersen mit dem Healthy Building Network, einem Innovationsnetzwerk- und Wissensplattform, die auf gesundes Bauen spezialisiert ist, zusammen. Das Healthy Building Network ist außerdem CLAYTEC Partner, so konnten in der Vergangenheit bereits einige spannende Vorträge zum Thema „gesundes Bauen“ umgesetzt werden.

Architekturbüro DGM Architekten
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Handwerksbetrieb Stuck und Akustik Weck
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Fotos ClayTec

Das Kreisarchiv ist das zuständige öffentliche Archiv des Kreises Viersen und der Städte und Gemeinden Brüggen, Grefrath, Kempen, Nettetal, Niederkrüchten, Schwalmtal, Tönisvorst und Viersen. Es sorgt für die Erhaltung und Nutzbarmachung der historisch und rechtlich bedeutsamen schriftlichen Überlieferung der Verwaltungen in seinem Zuständigkeitsbereich. Darüber hinaus sammelt das Kreisarchiv Unterlagen (Fotos, Plakate, Karten, Zeitungen etc.), welche die Kreis- und Ortsgeschichte dokumentieren.

Für die Archivräume sind ganzjährig eine mittlere Temperatur von 18 Grad Celsius bei 50 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und langsame Klimabewegungen erforderlich. Diese Aufgaben werden über die Raumlufttechnik durch Lüftungskanäle aus recyceltem Polyethylen erfüllt. Im Bürobereich hingegen wird lediglich eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingesetzt. Die notwendige Wärme wird von einer Fußbodenheizung bereitgestellt, die im Sommer durch Verwendung von Grundwasser auch eine passive Kühlung ermöglicht. Die verschiedenen Übertragungssysteme werden durch drei verschiedene Wärmepumpen versorgt. Ein 250 Kubikmeter umfassender thermischer Eisspeicher sowie die Kombination von Photovoltaik und Solarthermie auf dem Dach des Archivs sorgen für einen besonders effizienten Betrieb. Mit all diesen Bausteinen gelingt es, die baurechtlichen Anforderungen der Energieeffizienz von Neubauten um 45 Prozent zu unterbieten und vollständig auf fossile Energieträger zu verzichten. Auch für den Innenausbau wurden Materialien im Sinne der zirkulären Wertschöpfung gewählt. So kamen, neben recycelten Backsteinen, klimafreundliche, zirkuläre und schadstofffeie Lehmbaustoffe zum Einsatz. Für den Trockenbau wurde die CLAYTEC Lehmbauplatte verwendet, eine Trockenbauplatte aus Lehm und Schilf zum Beplanken von Holz- und Metallständerkonstruktionen von Innenwänden, Vorsatzschalen, Decken- und Dachflächen. Für die Armierungslage wurden die Lehmbauplatten mit dem Lehmklebe- und Armiermörtel und einem Glasgewebe versehen. Mit einer für Lehmmörtel neuartig hohen Druckfestigkeit gewährleistet der Lehmklebe- und Armiermörtel die Festigkeit der gesamten Konstruktion. Er ist Grundlage für die finalen feinen Oberflächen, welche mit dem YOSIMA Lehm-Designputz gestaltet wurden. Für das Kreisarchiv wurde der allseits beliebte Farbton Kolumba Grau gewählt, ursprünglich entwickelt für das Kolumba Museum in Köln. Lehmbaustoffe erfüllen einen entscheidenden Faktor hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit, sie bieten die Möglichkeit der sortenreinen Rückgewinnung. Lehmbaustoffe können beliebig oft und selbst nach Jahrzehnten wiederverwendet werden. Kein anderes Baumaterial fügt sich so perfekt in den Umweltkreislauf ein und ist so ressourcenschonend und abfallvermeidend verwendbar. Durch die erstaunlich facettenreichen Nutzung und Wiederverwendbarkeit stellen Lehmbaustoffe ihr Zukuntsfähigkeit bestens unter Beweis.

Durch seine innovative und nachhaltige Bauweise ist das Kreisarchiv in Viersen bundesweit einzigartig. Mit der Fertigstellung des ersten nachhaltigen Gebäudes setzt der Kreis Viersen Maßstäbe im Bereich des nachhaltigen Bauens im Sinne der zirkulären Wertschöpfung und hat ein Paradebeispiel für zukünftige Bauprojekte geschaffen.

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